One more concert – one more child

1971 wurde Ani Choying als Tochter tibetischer Flüchtlinge in Nepal geboren. Im Alter von 11 Jahren entschied sie sich, Nonne zu werden und bekam ihren neuen Namen: Choying Drolma. Tulku Urygen Rinpoche, das spirituelle Oberhaupt des Klosters Nagi Gompa, wurde ihr Lehrer. Von ihm lernte sie das Rezitieren der Gebetstexte und leitete mit ihrer glas-klaren Stimme innerhalb kürzester Zeit die täglichen Meditationen an. Von dem amerikanischen Gitarristen Steve Tibbetts wurde die heute 37jährige Nonne 1998 als Sängerin entdeckt. Nach einer ersten CD-Veröffentlichung folgten Einladungen zu Konzerttourneen durch die USA. Seitdem reist sie regelmäßig zu Tourneen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA. In Nepal ist Ani Choying Drolma ein »Pop-Star«.

 

 

Gleichberechtigung ist in Nepal immer noch ein Fremdwort. Deshalb hat Ani Choying Drolma 1998 die »Nuns -Welfare Foundation« gegründet. Deren Hauptprojekt ist die Arya Tara Schule, für die sie auf ihren Konzertreisen Spenden sammelt.  Über 50 Mädchen erhalten dort eine 6jährige, staatlich anerkannte Schulausbildung. Die Novizinnen im Alter zwischen acht und 24 Jahren werden in Nepali, Englisch, Mathematik, Sozialkunde und Naturwissenschaften unterrichtet. Buddhistische Unterweisungen finden in tibetischer Sprache und Schrift statt. Ziel ist, dass die jungen Frauen nach Beendigung ihrer Ausbildung in ihre Heimatdörfer oder andere Regionen Nepals gehen, um dort als Lehrerinnen ihr Wissen, vor allem an Mädchen, weiterzugeben. 

buch, regie

Karin Guse


kamera

Nils Keber (D 2004) 
Karin Guse (Nepal 2006)


ton?mischung

Holger Jung


schnitt

Karin Guse


sprecherinnen

Agnes Pollner | Ulrike Stoltz

 

© Karin Guse, 2008