Ein Glücksfall, dieser Genickbruch

 

10 Tage ist Ludger Maria Kochinke unterwegs – 10 Tage auf dem Segeltörn von Teneriffa nach Lissabon – 10 Tage Zeit, um sich seinen Traum zu erfüllen.
Er will hoch auf den Mast klettern, um »den Himmel zu sehen«. Trotz seiner Erkrankung, Morbus Bechterew, die schon im Alter von 30 Jahren zur völligen Versteifung der Wirbelsäule führte. »Ich konnte im Laufen nur 20 m weit auf den Boden schauen«.
Eine harmlose Achterbahnfahrt vor 15 Jahren endete mit der dramatischen Diagnose: Genickbruch. Eigentlich ein Todesurteil, für ihn der Beginn in ein neues Leben: denn mit der notwendigen Operation hatte man seine »Nasenspitze um 4 cm nach oben gebracht«.
Dieses Erlebnis hindert ihn nicht daran, seine Grenzen immer wieder neu zu definieren, sich seine Träume zu erfüllen. Ob das mit Gegenwind bei Windstärke 8 auch möglich war?

 

»Was einen Menschen zu der Aussage „Ein Glücksfall, dieser Genickbruch!“ bewegen kann, schildert der Protagonist dieses dokumentarischen Kurzfilms höchst eindrucksvoll. In aufschlussreichen Interviewpassagen wird in der Kürze eine ganze Biografie des Leidens mit der entzündlichen und sehr schmerzhaften Wirbelsäulen-Krankheit Morbus Bechterew -geschildert. Wie aus dem Leben mit den Schmerzen und vor allem den gravierenden Einschränkungen doch noch ein hoffnungsvoller Aufbruch zu einer Reise auf hoher See wird, ist ergreifend und spannend. Eine Entwicklung, die Mut macht!«

Filmbewertungsstelle Wiesbaden

buch, regie, kamera

Karin Guse

 

schnitt

Sebastian Schnabel

 

tonmischung

Holger Jung

 

musik und saxofon

Johannes Lind


cello

Katrin Sofia Heyland


klavier

René Fleck

 

© Karin Guse, 2009